Das Jahrhunderthochwasser an der Donau hält auch die Rodinger Einsatzkräfte auf Trab, bis zum 15. Juni werden an mehreren Tagen Hilfskontingente aus dem Landkreis Cham in die betroffenen Hochwassergebiete rund um Deggendorf entsand.  Das Gebiet zeigt eine durch das Hochwasser verursachte immense Verwüstung, teilweise sind die Häuser bis unter das Dach überflutet, Fenster und Türen durch den Druck des Wassers herausgerissen, ganze Gartenhäuser aus der Verankerung gerissen und die umliegenden Straßen und Wiesen mit auslaufenden Betriebsstoffen verunreinigt. In den Bauernhöfen müssen die ertrunkenen Tiere die nicht mehr gerettet werden konnten beseitigt werden. Hierfür werden zahlreiche Hilfsorganisationen eingesetzt welche teilweise bis aus Hessen anrücken.
Die Rodinger Wehr unterstützt hierbei die Aufräumarbeiten mit Personal sowie mit Tauchpumpen und der Ölabwehrausrüstung. VLKW und MZF starten an mehreren Tagen frühmorgens gegen 6 Uhr in Richtung Deggendorf wo sie von der örtlichen Einsatzleitung ein festes Einsatzgebiet zugewiesen bekommen. Unsere Wehr wird schwerpunktmäßig in dem am schlimmsten betroffenen Ort Fischerdorf eingesetzt, hier bekommen die Einsatzkräfte mehrere Straßenzüge zugewiesen in welchen die Hausbewohner bei den Aufräumarbeiten unterstützt werden bzw. noch überflutete Keller von Wasser und Leck geschlagenen Heizöltanks gereinigt werden. Die Rodinger Kräfte trennen mit Hilfe der Ölwehrausrüstung das in den Kellern schwimmende Heizöl vom Wasser und pumpen mit mehreren Tauchpumpen die Keller aus, ebenso werden die Heizöltanks abgepumpt und in Auffangbehältern dem THW und der Bundeswehr übergeben welche die Gefahrenstoffe an Spezialunternehmen weitergeben. Ebenso unterstützen die Kameraden beim ausräumen von zerstörten Möbeln und Hausrat, teilweise sind ganze Existenzen durch das Wasser vernichtet worden. Die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt unter den Betroffenen und den Einsatzkräften ist enorm, so werden die Einsatzkräfte tatkräftig von vielen freiwillgen Helfern sowohl bei den Aufräumarbeiten als auch bei der Verpflegung unterstützt. Die Hilfskräfte aus dem Landkreis Cham können an den Einsatztagen jeweils gegen ca. 20 Uhr ihre Einsätze beenden und abrücken, die Rodinger Einsatzkräfte rücken nach über 14 Stunden jeden Einsatztag erschöpft wieder ein. Es folgt eine aufwendige Reinigung der eingesetzten Gerätschaften.
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