Die Hochwasserlage im Landkreis hält an, immer wieder ziehen starke Regenschauer über Roding und Umgebung hinweg. Der Pegel Roding erreicht in der Nacht zum Montag die Meldestufe 3 von 4. Für das Stadtgebiet bedeutet dies das der komplette Festplatz am Esper überflutet ist, das Wasser erreicht auch erste Häuser welche sich in der Umgebung befinden. Noch in der Nacht zu Montag hält der Rodinger Krisenstab eine Sitzung ab und beschlägt über weitere Maßnahmen. Mit dem VLKW werden nochmal mehrere Paletten Sandsäcke an betroffene Anwohner ausgeteilt und weitere Türen und Fenster abgedichtet. Am Neubäuer Campingplatz droht der See überzulaufen und angrenzende Zelte und Campingwagen zu überfluten, hier werden ebenfalls Sandsäcke ausgefahren und ein provisorischer Deich errichtet. Erste Anwohner melden das die Fluten in ihre Keller eindringen, an diese Objekte werden Tauchpumpen ausgeliefert.
Zudem ist auch das Sorgenkind der Feuerwehren, die B85 im Waldstück Altenkreith - Neubäu bereits zum vierten Mal seit Samstag Nacht übergelaufen und behindert den fließenden Verkehr massivst. Das Straßenbauamt hat über den Montag eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung eingerichtet, allerdings wird entschieden aufgrund des weiter steigenden Wassers zum vierten Mal die Feuerwehren zum abpumpen alarmieren zu lassen. Wie die dreimal zuvor läuft ein zeitaufwendiger Einsatz für die 8 eingesetzten Wehren sowie das THW an, die B85 muss wieder komplett gesperrt werden. Glücklicherweise lassen am späten Nachmittag die Regenfälle nach, auch die Pegelstände zeigen langsam fallende Tendenzen. Insgesamt müssen bis jetzt von Sonntag auf Montag durch die Rodinger Wehr 37 Einsätze abgearbeitet werden, die Wache ist während dieser zwei Tage rund um die Uhr mit Personal besetzt.